Andreas Eduardo Frank

Andreas Eduardo Frank

Andreas Eduardo Frank (*1987) ist Komponist, Medienkünstler und Performer. Sein Œuvre ist geprägt durch enge Kollaborationen mit herausragenden Interpret:innen und Künstler:innen verschiedenster Sparten.

Er arbeitet in seinen Werken an der Schnittstelle zwischen real und virtuell, zwischen Musik, Performance, Choreografie, Video und Theater.
Er spielt mit Absurdität, Humor und Präzision, möchte in seinen Werken »auf virtuose Weise mit dem glitzern, was nicht glänzt, Gedankenschlösser bauen, ohne Furcht, diese wieder niederzureißen, um aus deren Schutt einen genuinen Musikbegriff abzuleiten, der mutig mit anderen Disziplinen flirtet.«

Zahlreiche Aufführungen und Auftragswerke in Europa, Asien und Amerika gestaltet er neben der Komposition auch als Klangregisseur oder Performer aktiv mit. Seine Werke werden von renommierten Klangkörpern und Künstler:innen international interpretiert. Seit 2019 ist er künstlerischer Leiter des Ensemble Lemniscate Basel, er ist Preisträger des 64. Kompositionswettbewerbs der Landeshauptstadt Stuttgart und seit 2021 Mitglied der Programmgruppe des Festivals Rümlingen.

Matthias Rebstock

Matthias Rebstock

Matthias Rebstock (*1970 in Rottweil) arbeitet als Regisseur und Autor im Bereich des zeitgenössischen Musiktheaters. Den Schwerpunkt seiner Arbeit bilden Stückentwicklungen im Grenzbereich zwischen Musik, Theater und digitalen Medien sowie Uraufführungen von Musiktheater und neuen Opern. Er studierte Klavier, Schulmusik und Philosophie an der UdK Berlin und am King’s College London und assistierte u.a. bei Daniel Ott, George Tabori, Andreas Homoki und Achim Freyer. 2001 gründete er das Musiktheaterensemble leitundlause und arbeitet seither regelmäßig mit der Bühnen- und Kostümbildnerin Sabine Hilscher. Seit 2004 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit der Komponistin Elena Mendoza. Seine Arbeiten sind auf nationalen und internationalen Festivals und Bühnen zu sehen. Matthias Rebstock ist Professor für Szenische Musik an der Universität Hildesheim und Autor von zahlreichen Büchern und Artikeln zu Formen der Inszenierung von Musik, insbesondere Formen des musikalisierten Theaters, des Musiktheaters und der Oper, sowie zur Geschichte und Ästhetik der Neuen Musik. Lehraufträge und Gastdozenturen führten ihn u.a. an die UdK Berlin und die Hochschule der Künste Bern.

Sabine Hilscher

Sabine Hilscher

Sabine Hilscher studierte bildende Kunst und Kostümbild an der Udk Berlin. Mit einer bildhauerischen Herangehensweise an die Kostümgestaltung experimentiert sie mit ungewöhnlichen Materialien und Formen und einem installativen Zugang zu Bühnenräumen. Schwerpunkte Ihrer Arbeit sind inzwischen vor allem (Ur-)aufführungen im Bereich Neue Musik mit dem Regisseur Matthias Rebstock sowie die Arbeit an der Grenze von Bildender Kunst/Installation und Theater. Sie arbeitet international für Oper, Schauspiel, Tanz und Musiktheater, im Bereich des Kindermusiktheateras auch mit eigenen Regiearbeiten, und hat Lehr- und Werkaufträge für Kostüm/Bühne/Performance an der Universität Hildesheim, der HkB Braunschweig und der UdK Berlin. Sabine Hilscher sucht beharrlich nach Vernetzungen in den Künsten, zwischen Grafik, Zeichnung und Projektionen, zwischen Musik und Bewegung, Bildender Kunst und Prosatexten. Seit 2021 ist sie Stipendiatin des Landes Berlin für neue deutsche Literatur.

http://www.sabinehilscher.de

Miguel Ángel García Martín

Miguel Ángel García Martín

Miguel Ángel García Martín (*1989, Zamora) ist ein Perkussionist, Performer und Improvisator, der in verschiedenen Kontexten wie zeitgenössischer klassischer Musik, multidisziplinären Performances und experimenteller Musik tätig ist und in Basel, Schweiz, lebt.
Die Suche nach neuen Klangwelten, die Entwicklung unkonventioneller Spieltechniken und die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern bilden derzeit die Grundlage seiner künstlerischen Praxis. Einige fruchtbare Beispiele sind die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Schlagzeuger Julian Sartorius oder verschiedene Musiktheater mit z.B. Simon Steen-Andersen oder Ondrej Adamek.
Miguel ist Mitglied des Schlagzeugquartetts »ensemble this | ensemble that«, des »Fachbetrieb Rita Grechen«, des »KvG Bottom Orchestra« und des »Ensemble Lemniscate«.
www.miguelangelgarciamartin.com

Neue Vocalsolisten

Neue Vocalsolisten

Die sieben Sänger:innen verstehen sich als Forscher und Entdecker, die im Austausch mit Komponist:innen stets nach neuen vokalen Ausdrucksformen suchen. Ein Schwerpunkt ist die Arbeit mit Künstler:innen, die virtuos die Möglichkeiten der digitalen Medien ausreizen, mit Lust an der Vernetzung, im Spiel mit den Genres, im Auflösen von Raum, von Perspektiven und Funktionen. So prägen eigensinnige interdisziplinäre Formate zwischen Musiktheater, Performance, Installation und Konzert-Inszenierung die Projekte des Ensembles, dessen Arbeit mit über 30 Uraufführungen jährlich weltweit als führend und einzigartig im Bereich der zeitgenössischen Vokalmusik angesehen wird. Partner des Ensembles sind dabei stets hochkarätige Spezialistenensembles und Orchester, internationale Opernhäuser, die freie Theaterszene, elektronische Studios sowie zahlreiche Veranstalter von Festivals und Konzertreihen neuer Musik in aller Welt.

 

Vor diesem Hintergrund haben die Neuen Vocalsolisten das Genre des vokalen Kammer-Musik-Theaters geformt. Regelmäßig und mit großem Interesse arbeiten die Sänger*innen auch mit Künstler*innen aus außereuropäischen Musikkulturen und -genres zusammen. In VOICE AFFAIRS initiieren die Neuen Vocalsolisten künstlerische Grenzüberschreitungen, in denen die zeitgenössische Musik durch die Diversität der experimentellen Musikszenen Libanons infiziert wird.

In seiner neuen Reihe »Magische Räume« erforscht das Ensemble zusammen mit drei jungen Webdesignern zukünftige Aufführungsformate zwischen analoger und digitaler Wahrnehmung und reizt alle Möglichkeiten digitaler Medien aus.

HYPHEMIND

HYPHEMIND

ist ein hybrides Musiktheater: eine real-virtuelle Expedition in die skurrile Welt der Pilze. Was können wir von den Spezialisten der Symbiosen und ihren Mycelnetzwerken lernen? Wie sehen aus ihrer Perspektive unsere menschlichen Vorstellungen von Individualität, Intelligenz und Gesellschaft aus? Können wir mit ihnen die Krise des Anthropozäns überwinden und zu neuen Formen des Miteinander von Mensch, Natur und Maschinen kommen?

Die Musik von Andreas Eduardo Frank greift den Text von Matthias Rebstock auf und lässt auf virtuose Weise unterschiedlichste Stilistiken aufeinanderprallen. Sie spielt mit Witz und Power, mit Popelementen, analogen Synthesizern, schillernden Klangflächen und durchkomponierten Licht und Videosequenzen. Wie die Pilze, ist die Musik das Medium der Symbiose und vermittelt zwischen Text, der analogen Bildsprache von Sabine Hilscher, KI-gesteuerten Animationen von Niklas Berlec und dem Bühnengeschehen.

Zwischen Präsenz- und Onlineperformance kann das Onlinepublikum durch Polls und Online-Games den Kontakt zum Saalpublikum, den Darsteller:innen und zur unbekannten Welt der Pilze herstellen. Es wächst ein digital-analoges Geflecht, das sich mit den Pilzmycelien zu einem artenübergreifenden Netzwerk verbinden will, dem HYPHEMIND.

HYPHEMIND ist eine Stückentwicklung, bei der Text, Musik, Performance, Grafik und Webdesign über eine Reihe von Probenphasen gleichzeitig und eng aufeinander bezogen entstanden sind.
Andreas Eduardo Frank und Matthias Rebstock

Andreas Eduardo Frank

Andreas Eduardo Frank (*1987) ist Komponist, Medienkünstler und Performer. Sein Œuvre ist geprägt durch enge Kollaborationen mit herausragenden Interpret:innen und Künstler:innen verschiedenster Sparten.

Er arbeitet in seinen Werken an der Schnittstelle zwischen real und virtuell, zwischen Musik, Performance, Choreografie, Video und Theater.
Er spielt mit Absurdität, Humor und Präzision, möchte in seinen Werken »auf virtuose Weise mit dem glitzern, was nicht glänzt, Gedankenschlösser bauen, ohne Furcht, diese wieder niederzureißen, um aus deren Schutt einen genuinen Musikbegriff abzuleiten, der mutig mit anderen Disziplinen flirtet.«

Zahlreiche Aufführungen und Auftragswerke in Europa, Asien und Amerika gestaltet er neben der Komposition auch als Klangregisseur oder Performer aktiv mit. Seine Werke werden von renommierten Klangkörpern und Künstler:innen international interpretiert. Seit 2019 ist er künstlerischer Leiter des Ensemble Lemniscate Basel, er ist Preisträger des 64. Kompositionswettbewerbs der Landeshauptstadt Stuttgart und seit 2021 Mitglied der Programmgruppe des Festivals Rümlingen.

HYPHEMIND

15
05.02.
20:00
Theaterhaus, T2
Andreas Eduardo Frank Komposition Matthias Rebstock Text, Regie Sabine Hilscher Bühne, Kostüm, Grafik Miguel Ángel García Martín Perkussion, Objekte, Performance alisch berlec hönow Kommunikations- und Motiondesign Matthias Schneider-Hollek Klangregie Miriam Götz Produktionsassistenz
Neue Vocalsolisten

Andreas Eduardo Frank: HYPHEMIND

Musiktheater hybrid. (2021/22) ᵁᴬ

Magische Räume« zu entwickeln und alle digitalen Möglichkeiten zu nutzen, um auch einem entfernten Publikum ein interessantes und auratisches Konzerterlebnis zu ermöglichen, war die künstlerische Überlebensstrategie der Neuen Vocalsolisten in den ersten Monaten der Pandemie. Andreas Eduardo Frank war der Komponist des Pilotprojekts »Super Safe Society«. Nicht zuletzt führten die gestalterischen Errungenschaften aus diesem Projekt zu einem attraktiven Online-ECLAT-Festival vor einem Jahr.

 

2022 legen wir eine Schippe drauf und entwerfen ein hybrides Musiktheater, das über die digitalen Skills hinaus die beiden Bühnenräume (physisch und virtuell) und die beiden Publika (nah und fern) miteinander verflicht. So entstand die Idee zu HYPHEMIND, dem Stück über das Verflechten und Verweben und Netzwerken, das die Hyphen und Mycelien uns so faszinierend in allen Lebensbereichen vormachen.

 

»Sie sind da. Überall. Sie erkunden für uns den Boden, schlingen sich um Wurzelfäden, nehmen Botenstoffe auf und schicken uns ihre Informationen.«

 

Gemeinsam entwickeln der Komponist, das Regieteam, die Interpret:innen und die drei Kommunikationsdesignerauch sie bereits im »Team der ersten Stunde«eine real-virtuelle Expedition in die skurrile Welt der Pilze. Was können wir von diesen Spezialisten der Symbiosen und Netzwerke lernen? Wie wirken aus ihrer Perspektive unsere menschlichen Vorstellungen von Individualität, Intelligenz und Gesellschaft? Können wir gar mit ihnen die Krise des Anthropozäns überwinden und zu neuen Formen des Miteinander von Mensch, Natur und Maschinen kommen?

 

»Meine Damen und Herren, danke, dass Sie hier sind. Ohne Sie bliebe der Hyphemind nur eine von diesen Utopien. Aber mit Ihnen wird es uns gelingen, Mensch, Natur und Maschinen in ein neues Verhältnis zu bringen. Lebenswertes Leben ist noch möglich. Und wie Sie vielleicht schon spüren: wir bilden bereits ein starkes Netzwerk!…«

Mit freundlicher Unterstützung der
Schweizer Kulturstiftung pro helvetia