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Do 02.02.
18:00Uhr
Theaterhaus

POETRY AFFAIRS 2

Probleme UA

Stück für drei Stimmen und einen Psychotherapeuten

Text von Cia Rinne und Gemma Ragués Pujol

Komposition von Gemma Ragués Pujol

für die Neuen Vocalsolisten 2023

mit Johanna Vargas, Guillermo Anzorena und Andreas Fischer

Kompositionsauftrag von Musik der Jahrhunderte

 

Dieses Problem ist gänzlich erneuerbar.

Dieses Problem weigert sich, mit dir zu verhandeln.

Dieses Problem sollte besser eine gute Erklärung haben.

 

Drei Charaktere treffen sich mit einem Therapeuten, um die Verfassung  der Welt zu besprechen, doch schon bald nimmt die Situation eine Wendung: Gaia alias Johanna Vargas lockt Problem I (Andreas Fischer) und Problem II (Guillermo Anzorena) dazu, ihr zu folgen, um dann zu einem Spektakel verbaler Definitionen, Wiederholungen und Abstraktionen überzugehen, während Dr. Fraud (Gemma Ragués) versucht, ihre internen Beziehungen zu verstehen. Verbale Kaskaden an der Grenze zwischen gesprochenem und gesungenem Text.

 

 

POETRY AFFAIRS

»Europa ist stets beides, Mythos und Utopie.[…] Vielleicht ist die uralte, bis in mythische Zeiten zurückgreifende […] Form des Gedichts nicht das schlechteste Mittel, um festzustellen, an welchem Punkt des Weges hin […] zu einem idealen Europa wir uns befinden. Vielleicht können gerade im Gedicht, diesem keineswegs unzeitgemäßen Sprachkunststück, die gegenwärtigen Ängste, Hoffnungen, Erwartungen, Spannungen Europas wie unter einem Brennglas sichtbar werden…« Jan Wagner

 

Inspiriert durch seine Anthologie Grand Tour. Reisen durch die junge Lyrik Europas haben die Neuen Vocalsolisten zusammen mit dem Büchner-Preisträger Jan Wagner fünf Dichterinnen und fünf junge Komponist*innen aus zehn verschiedenen europäischen Ländern eingeladen, gemeinsam die Beziehungen von Sprache, Komposition und Vokalkunst zu erkunden. Die vielgestaltige, auf ein Jahr angelegte Begegnung ist geprägt von großer Unvoreingenommenheit, Experimentierlust und dem Bedürfnis, alles gegenseitige »Instrumentalisieren« (der Musik durch das Bedienen von Empfindungen, der Sprache durch Reduktion auf Klangphänomene) zu überwinden.

 

In Microstories, szenischen Lesungen und Liedern kosten die Künstler*innen alle Möglichkeiten aus, die drei Genres miteinander zu verbinden. Fünf Kurzperformances der POETRY AFFAIRS eröffnen die fünf Festivalabende und lassen die hybride Begegnung von Musik und Lyrik erahnen, die die 17-köpfige Künstler-Gemeinschaft im Laufe des kommenden Jahres zu einer großen Erzählung ausgestalten und bei ECLAT 2024 zur Uraufführung bringen wird.

 

Mit den Dichterinnen Maria Barnas (Niederlande), Vera Burlak (Belarus), Luljeta Lleshanaku (Albanien), Deryn Rees-Jones (Wales), Cia Rinne (Finnland),

den Komponist*innen Severin Dornier (Deutschland), Bnaya Halperin-Kaddari (Israel), Georgia Koumara (Griechenland), Dariya Maminova (Russland), Gemma Ragués Pujol (Katalonien)

und den Neuen Vocalsolisten Johanna Vargas, Susanne Leitz-Lorey, Truike van der Poel, Daniel Gloger, Martin Nagy, Guillermo Anzorena, Andreas Fischer

Projekt Cia Rinne
© privat
Gemma Ragues Pujol
© Pablo Fernandez
Cia Rinne. »U« aus der Serie „Seeking Comfort. Varations on Munari
© Cia Rinne

Das Projekt wird gefördert von