Chaya Czernowin

Chaya Czernowin

Chaya Czernowin (*1957 in Haifa, Israel) komponiert Opern, Orchester- und Kammermusikwerke mit und ohne Elektronik, die weltweit aufgeführt werden. Sie war Composer in Residence bei den Salzburger Festspielen 2005/06 und beim Lucerne Festival 2013. Sie ist Walter Bigelow Rosen Professorin für Musik an der Harvard University und war Professorin für Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und der University of California San Diego. Czernowin arbeitet phantasievoll und analytisch mit Metaphern als Mittel, um zu einer Klangwelt vorzudringen, die fremd und nie selbstverständlich ist, und versucht, dem eine Stimme zu geben, was innerlich vor dem Blick verborgen ist.

Ihre Hauptwerke sind die Oper Pnima, das Orchesterstück Maim, HIDDEN für Quartett und Elektronik, die Opern Infinite Now und Heart Chamber (2018/19), Die Fabrikation von Licht (2019/20) und Atara (2021).

Czernowins Werk wurde u.a. mit dem Komponistenpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung, dem Guggenheim-Stipendium, dem Fromm- und dem Kranichsteiner Musikpreis der Darmstädter Ferienkurse ausgezeichnet. Ihre Opern Pnima (2000) und Infinite Now (2017) wurden in der internationalen Kritikerumfrage der Opernwelt zu den besten Uraufführungen des Jahres gewählt.  Ihre CD the quiet wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.  Ihr Werk wird von Schott verlegt, sie ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Akademie der Schönen Künste München und gehört dem Vorstand der Europäischen Musiktheater Akademie an.

chayaczernowin.com

Neue Vocalsolisten

Neue Vocalsolisten

Die sieben Sänger:innen verstehen sich als Forscher und Entdecker, die im Austausch mit Komponist:innen stets nach neuen vokalen Ausdrucksformen suchen. Ein Schwerpunkt ist die Arbeit mit Künstler:innen, die virtuos die Möglichkeiten der digitalen Medien ausreizen, mit Lust an der Vernetzung, im Spiel mit den Genres, im Auflösen von Raum, von Perspektiven und Funktionen. So prägen eigensinnige interdisziplinäre Formate zwischen Musiktheater, Performance, Installation und Konzert-Inszenierung die Projekte des Ensembles, dessen Arbeit mit über 30 Uraufführungen jährlich weltweit als führend und einzigartig im Bereich der zeitgenössischen Vokalmusik angesehen wird. Partner des Ensembles sind dabei stets hochkarätige Spezialistenensembles und Orchester, internationale Opernhäuser, die freie Theaterszene, elektronische Studios sowie zahlreiche Veranstalter von Festivals und Konzertreihen neuer Musik in aller Welt.

 

Vor diesem Hintergrund haben die Neuen Vocalsolisten das Genre des vokalen Kammer-Musik-Theaters geformt. Regelmäßig und mit großem Interesse arbeiten die Sänger*innen auch mit Künstler*innen aus außereuropäischen Musikkulturen und -genres zusammen. In VOICE AFFAIRS initiieren die Neuen Vocalsolisten künstlerische Grenzüberschreitungen, in denen die zeitgenössische Musik durch die Diversität der experimentellen Musikszenen Libanons infiziert wird.

In seiner neuen Reihe »Magische Räume« erforscht das Ensemble zusammen mit drei jungen Webdesignern zukünftige Aufführungsformate zwischen analoger und digitaler Wahrnehmung und reizt alle Möglichkeiten digitaler Medien aus.

IMMATERIAL

IMMATERIAL

In diesem Werk versuche ich herauszufinden, was passiert, wenn die Stimme aus ihrer Rolle entlassen wird. Was passiert, wenn die Stimme ein Klang ist, oder die Essenz einer Emotion oder eine Farbe, eine Bewegung, eine Linie. Der Hauptteil ist ein imaginäres, immaterielles Klangtheater, in dem das sensorische Drama der Madrigale zu einem tiefen Unterwassertheater wird. Reine Empfindungen und Modulationen zwischen visuellem Klang und gefühltem Klang schaffen eine Provokation und erlauben den Zuhörenden, ihre eigenen Geschichtenerzähler zu werden.
Chaya Czernowin

Chaya Czernowin

Chaya Czernowin (*1957 in Haifa, Israel) komponiert Opern, Orchester- und Kammermusikwerke mit und ohne Elektronik, die weltweit aufgeführt werden. Sie war Composer in Residence bei den Salzburger Festspielen 2005/06 und beim Lucerne Festival 2013. Sie ist Walter Bigelow Rosen Professorin für Musik an der Harvard University und war Professorin für Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und der University of California San Diego. Czernowin arbeitet phantasievoll und analytisch mit Metaphern als Mittel, um zu einer Klangwelt vorzudringen, die fremd und nie selbstverständlich ist, und versucht, dem eine Stimme zu geben, was innerlich vor dem Blick verborgen ist.

Ihre Hauptwerke sind die Oper Pnima, das Orchesterstück Maim, HIDDEN für Quartett und Elektronik, die Opern Infinite Now und Heart Chamber (2018/19), Die Fabrikation von Licht (2019/20) und Atara (2021).

Czernowins Werk wurde u.a. mit dem Komponistenpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung, dem Guggenheim-Stipendium, dem Fromm- und dem Kranichsteiner Musikpreis der Darmstädter Ferienkurse ausgezeichnet. Ihre Opern Pnima (2000) und Infinite Now (2017) wurden in der internationalen Kritikerumfrage der Opernwelt zu den besten Uraufführungen des Jahres gewählt.  Ihre CD the quiet wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.  Ihr Werk wird von Schott verlegt, sie ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Akademie der Schönen Künste München und gehört dem Vorstand der Europäischen Musiktheater Akademie an.

chayaczernowin.com

Immaterial

4
02.02.
21:30
Theaterhaus, T2
Chaya Czernowin Komposition
Neue Vocalsolisten

Chaya Czernowin: IMMATERIAL

für sechs verstärkte Stimmen
I. Madrigalbuch und Intermezzi
II. Klangtheater (2021) ᵁᴬ

IMMATERIAL ist die dritte Tafel des Triptychons VENA (=Strom, Vene, Puls), in dem sich Chaya Czernowin mit der Gegenwart aus drei verschiedenen Blickwinkeln auseinandersetzt. Bei IMMATERIAL setzt sie die Stimme »in radikalster und einzigartiger Weise ein, als Träger der Sinne, als Übermittler wilder und unausgesprochener Empfindungen, die von unserem Körper ausgehen und ein Netz aus unbekannten Emotionen, Atmung, verblassten Erinnerungen und seltsamen biologischen Prozessen bilden, die alle miteinander verwoben sind. Die Stimme selbst erzählt keine Geschichten. Sie verbalisiert nicht. Sie überträgt ein sensorisches Ereignis von aufgewühlten Emotionen. Es entsteht eine Erfahrung des Zuhörens, ein Klangtheater, eine Art Butoh der Stimme.« Und: »Wenn ich jemals ein richtiges Manifest geschrieben hätte (ein ANTI-Manifest)das könnte es gewesen sein!«

 

Sendung SWR2 JetztMusik
24. März 2022 / 21:0522:00 Uhr

Kompositionsauftrag von Musik der Jahrhunderte
finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung