Judith Hamann

Judith Hamann

Judith Hamann (*1983 in Birraranga/Narrm, Melbourne/Australien), ist Cellist:in und Performer:in/Komponist:in aus Narrm/Melbourne. Xier ist »seit langem als eine der führenden australischen Cellist:innen für zeitgenössische Musik anerkannt« (RealTime Arts) und als Komponist:in, die »die Fiktion der Musiker:in, die außerhalb konventioneller Parameter lebt und arbeitet, zerstört und an ihre Stelle eine Reihe von Kompositionen setzt, die grundlegend menschlich sind« (WIRE). Xiere Arbeit umfasst Performance, Improvisation, elektroakustische Komposition, ortsspezifische generative Arbeit und mikrotonale Systeme in einer prozessbasierten kreativen Praxis.

Gegenwärtig konzentriert sich Judiths Arbeit auf die Untersuchung von Ausdrucksformen und Manifestationen des »Zitterns« in der Solo-Performance-Praxis, auf eine Sammlung neuer Werke für Cello und Summen sowie auf die fortlaufende Erforschung des »Zusammenbruchs« als generative imaginäre Klangfläche. Judith ist derzeit Stipendiat:in an der Akademie Schloss Solitude und promoviert an der University of California, San Diego in zeitgenössischer Cello-Performance, betreut von dem Cellisten Charles Curtis.

James Rushford

James Rushford

James Rushford (*1985 in Melbourne/Australien) ist ein Komponist und Performer, dessen Arbeit sich aus spezifischen concrète-, improvisierten, avantgardistischen und collagistischen Sprachen speist. Er hat Werke für bedeutende internationale Ensembles, Festivals und Organisationen geschaffen und arbeitet regelmäßig mit Künstlern wie Crys Cole, Oren Ambarchi, Klaus Lang, Kassel Jaeger, Annea Lockwood, Graham Lambkin und Tashi Wada zusammen. Seine jüngsten Alben sind bei Unseen Worlds (US), Black Truffle (AU) und Shelter Press (FR) erschienen. Derzeit beschäftigt er sich mit dem ästhetischen Konzept des musikalischen Schattensverschiedene Bilder perspektivischer Obskurität in Klang und Musik.

Midmeste

17
06.02.
13:30
Theaterhaus, T4
Judith Hamann Violoncello James Rushford Portativ

»Midmeste« kommt aus dem Altenglischen und bedeutet »dazwischen« oder »inmitten«. Einen gemeinsamen Aufenthalt an der Akademie Schloss Solitude nutzen die beiden seit vielen Jahren in unterschiedlichen Konstellationen zusammenarbeitenden australischen Musiker:innen für die Entwicklung des Werks, in dem sie sich »in der Mitte« ihrer gemeinsamen Interessen treffen, vor allem hinsichtlich der Erzeugung und Einbettung von »Klang« in umfassendere konzeptionelle Bilder, beeinflusst von spätmittelalterlicher Melodik und Harmonik, reiner Stimmung und mikrotonalen Schattierungen.

 

So erforschen sie in ihrem meditativen Werk ein Netz von Beziehungen zwischen ihren spezifischen Instrumenten, dem Zusammenspiel und dem Raumeine Art Spurensuche nach multiplen Strängen, Umrissen und Verbindungen, Karten und Pfaden, in denen musikalische Materialien und psychoakustische Überbleibsel wiederkehren.

Eine Produktion der Akademie Schloss Solitude